Freitag, Juni 13, 2014

Affe und Mensch unterscheiden sich in der Sprechfähigkeit.

Es gibt kein Tier und auch keinen Affen, der eine gesprochene Frage verstehen und in ein paar Sätzen beantworten könnte. Das kann nur der Mensch. Für diese Fähigkeit sind viele Voraussetzungen nötig. Ich bezweifle, dass evolutionäre Mechanismen für die Entstehung der Voraussetzungen fähig sind.

Welche Voraussetzungen sind bekannt:

1. Organe
"Folgende Organe sind am Sprechvorgang beteiligt: Die Lunge, die Stimmlippen (Stimmbänder), der gesamte Mund-Nasen- und Rachenraum, Gaumen, Velum (Gaumensegel), Lippen, Zähne, Zunge, Unterkiefer, die Ohren, die Augen und das Gehirn. Wichtig ist, das der Larynx (Kehlkopf) grundsätzlich beim Menschen etwas tiefer liegt als bei anderen Säugetieren. Erst durch den so entstandenen Raum wird eine Manipulation der Töne - und damit Sprache - erst möglich. Während der ersten zwei Lebensjahre liegt der Larynx jedoch noch höher. Dadurch wird es den Kindern ermöglicht, gleichzeitig zu schlucken und zu atmen. Erst das spätere Absinken ermöglicht die Produktion von Sprache. Ich kann nicht sprechen Insgesamt werden beim Sprechen über 100 Muskeln und viele Organe benötigt und koordiniert. Bei einem normalen Gespräch werden im Duchschnitt 120 Wörter pro Minute gesprochen, wobei jedes Wort eine andere Koordination und Stellung der beteiligten Muskeln und Organe benötigt. Damit ist der Vorgang des Sprechens eine sehr komplexe neuromuskuläre Tätigkeit, die im Zeitraum von mehreren Jahren erlernt werden kann." Die beteiligten Organe müssen in Form, Lage und Größe genau zusammenpassen. http://www.sprachheilpaedagogik.de/sonstiges/wasistsprechen.html

2. Linguistik
Chomsky, Professor für Linguistik in Cambridge, Massachusetts, USA, gilt als einer der bedeutendsten Linguisten weltweit. Nach seinem "Poverty of Stimulus-Argument" ist die Struktur der menschlichen Sprache zu komplex, um innerhalb der relativ kurzen Phase des primären Spracherwerbs erlernt werden zu können. Vielmehr müssen Menschen über einen angeborenen und sprachspezifischen Mechanismus verfügen, der Wissen über Grammatik enthält.

3. Verarbeitung im Gehirn, Bewusstsein
"Eine Besonderheit des Menschen ist seine Sprachfähigkeit. Wenn wir nachvollziehen können, wie das menschliche Gehirn Sprache produziert, können wir dann eine künstliche Intelligenz herstellen, die dem Menschen ebenbürtig ist? Die Sprachfähigkeit ist so kompliziert, dass die Wissenschaft sie noch nicht verstanden hat und auch nicht nachbauen kann." Roboter mit Sprachfähigkeit: Eingefügt aus http://www.br.de/fernsehen/br-alpha/sendungen/was-wir-noch-nicht-wissen/sprechen100.html Sollte das durch zufällige Ereignisse entstanden sein?

"Das Broca-Areal und das Wernicke-Areal sind zwei wichtige Regionen der Sprachverarbeitung." "Überhaupt wird  mittlerweile immer deutlicher, dass nicht allein das Broca- und das Wernicke-Areal an der Sprachverarbeitung beteiligt sind, sondern auch Bereiche unterhalb der Großhirnrinde, darunter das Putamen und der Nucleus caudatus." Eingefügt aus http://dasgehirn.info/wahrnehmen/hoeren/vom-laut-zum-wort-8253

Das Erlernen von Syntax, von komplexen hierarchischen Strukturen, ist spezifisch für den Menschen. Syntax und Arbeitsgedächtnis: Beide Hirnareale müssen zusammenarbeiten, damit das Verstehen von syntaktisch komplexen Sätzen gelingt. Affen können keine komplexe Grammatik erwerben. Affen haben keine ausgeprägte dorsale Route (Faserverbindung). Die vollständige Entwicklung der dorsalen Route, die Broca-Areal und posterioren STG verbindet, ist wesentlich für die menschliche Sprachfähigkeit. Das neuronale Netzwerk für komplexe Syntax scheint uns Menschen vom Affen zu unterscheiden. Eingefügt aus http://wwwm.htwk-leipzig.de/~m6bast/rvlevolution/121114rvlEvolutionSpracheFriederici.pdf

Diese Möglichkeit der Sprachverarbeitung haben Tiere nicht, auch nicht der Affe.

4. Gen
"Das Forkhead-Box-Protein P2 (FOXP2) ist ein Transkriptionsfaktor und zählt zur Gruppe der Forkhead-Box-Proteine. Entdeckt wurde FOXP2 erstmals 1998 bei Untersuchungen einer Londoner Familie, bei der zahlreiche Angehörige unter schweren Sprachstörungen litten. Inzwischen ist bekannt, dass FOXP2 beim Spracherwerb, einschließlich grammatikalischer Fähigkeiten, eine große Rolle spielt." (Wikipedia)
Die Erbinformationen im FOXP2-Gen oder die für das Sprachzentrum im Gehirn sind komplexe Programme. Wie ein Programm im PC müssen auch diese Programme einen Urheber haben. Die Information in jeder Zelle eines Menschen entspricht 3,5 Milliarden Buchstaben (Basenpaaren). Irgendwo http://docspringer.wordpress.com/2010/04/02/zum-staunen-wie-viele-seiten-hatte-ein-buch-mit-der-gesamten-dna-eines-menschen/ habe ich gelesen, dass das einem DIN-A4 Buch mit einer Dicke von 74 Metern entspricht. Wenn das Programm für das Sprachzentrum 10 Seiten dieses Buches füllen würde (ich nehme an, es sind mehr), dann ist für die Programmierung eine gewisse Intelligenz nötig. Durch natürliche Einflüsse könnte nicht einmal ein einziger längerer Satz mit sinnvollem Inhalt entstehen.

Die Sprachfähigkeit des Menschen ist so anglegt, dass sie den Erwerb aller Sprachen der Welt ermöglcht. Es ist schon nachdenkenswert, warum sich die Sprachfähigkeit bei keinem einzigen Tier entwickelt hat. Man denke nur an die Vorteile (Überleben des Fittesten).


Weitere Unterschiede:
Wirbelsäule - Hinterhauptsloch - Brustkorb - Fuß - Hand - Wurfstärke - Chromosomen - Becken - Ansatz des Oberschenkelhalses - Gehirn - Achillessehne - Arme - aufrecht stehen - Gleichgewichtsorgan - Gesicht - Oberschenkelknochen - grosse Zehe - Sprechfähigkeit - Gesichtsausdruck - Intellekt - Erbsubstanz
Unterschied Affe-Mensch Label

Kommentare:

  1. Manch einer kann sich einfach nicht vorstellen, dass der Zufall eine treibende Kraft bei der Entwicklung
    der belebten Natur ist.

    Die persönliche Erfahrung, der eigene "gesunde Menschenverstand" sind unverzichtbare Hilfsmittel zur Bewältigung von Alltagsproblemen.
    Bei Problemen, die außerhalb des Alltäglichen liegen, wird man dadurch aber oft in die Irre geführt.

    Das gilt schon für die Beurteilung von politischen Verhältnissen in fernen Ländern und Zeiten.
    Die persönliche Erfahrung liefert hier oftmals nur Vorurteile und Fehleinschätzungen.

    Es gilt erst recht für physikalische Phänomene außerhalb der alltäglichen Größenordnungen.

    Denken sie z.B. an Einsteins spezielle Relativitätstheorie. Die ist heute auch experimentell gut belegt, aber nur weil wir
    in der Lage sind bei hohen Geschwindigkeiten und Energien mit hoher Genauigkeit zu messen.
    Früher wäre das experimentell überhaupt nicht nachprüfbar gewesen und die Ergebnisse widersprechen der persönlichen Erfahrung
    und dem "sog." gesunden Menschenverstand teilweise extrem bis zum scheinbaren Paradoxon.

    Oder denken Sie an viele Ergebnisse der Mathematik:
    Es gibt Lösungsformeln für Gleichungen 2., 3. und 4. Grades, aber ab dem 5. Grad gibt es keine Lösungsformeln mehr.
    Wer hätte das erwartet ? Warum gibt es da plötzlich einen "Cut" ?
    Die Mathematik hat für diese Erkenntnis Hunderte von Jahren gebraucht.
    Es gibt sehr viele Beispiele aus dem Bereich der Statistik und Wahrscheinlichkeitsrechnung,
    die ohne genaue Analyse zunächst überhaupt nicht einleuchten und "intuitiv falsch" erscheinen, aber richtig sind.

    So gilt für zig technische und physikalische Vorgänge: Die persönliche Erfahrung hilft nicht weiter.

    Bei einer so komplexen und langwierigen Problematik, wie sie die sog. "Evolutionstheorie" beschreibt,
    kann man sich nicht auf die persönliche Lebenserfahrung und den "gesunden Menschenverstand" verlassen.

    Die zugrundeliegenden Fragestellungen liegen weit außerhalb der normalen Lebenswelt und die Hilfsmittel, die unser Alltagsverstand anbietet,
    helfen hier überhaupt nicht weiter - nein - führen komplett in die Irre.

    Dass man im Alltag nicht sieht wie sich Leben genetisch entwickelt, liegt einfach daran, dass unser Leben und unsere Aufmerksamkeitsspanne dafür viel zu kurz sind.

    Geht man mit offenen Augen ohne Vorurteile durch die Welt, kann man ständig irgendwelche Prozesse beobachten,
    die zufällig Komplexität aufbauen.
    Z.B. die faszinierenden Eisblumen an einem alten Fenster ohne Doppelverglasung.
    Das spontane und erstaunlische Naturschauspiel eines Regenbogens.
    Am Strand die Wellen, die sich brechen und Ineinanderlaufen; Es gibt sogar Wellen, sog. Solitonen, die kilometerweit
    über das Meer wandern ohne zusammenzubrechen, obwohl sie nur sehr flach und energiearm sind.
    Oder Wolkenformation, die je nach Wetterlage ganz charakteristische Formen annehmen können.

    Und damit sind wir noch gar nicht bei der belebten Natur - da geht noch viel mehr.
    Warum sollte es da in Jahrmillionen nicht möglich sein, dass sich Leben entwickelt ?

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Genau, gibt es einen besseren Beweis, daß die gesamte Natur ERSCHAFFEN wurde als ihr bis ins Unendliche komplizierte Konstruktion, die UNMÖGLICH durch ZUFALL hätte entstehen können.

      Allein die DNS, die "Informationen" für den Aufbau eines Lebensfähigen Wesens wie z.B. des Menschen. Die Komplexität des Auges, welches ein ebenfalls höchst komplexes biochemisches System darstellt, welches bei der kleinsten "Fehlkonstruktion" nicht funktionieren würde...

      Löschen
  2. lügen dard man nicht sagen
    OK

    AntwortenLöschen